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Die Frage von Oezer Sertel an Rolf Wälli: "Wir haben uns zum Thema Suiseki vor einigen Jah-ren einmal getroffen. Beschäftigst Du Dich immer noch damit? Und kannst Du die Kraft der Steine immer noch sp

Lieber Oezer,

das ehrt mich sehr, dass du den Ball vom St. Gallischen an den Zürichsee zurückgibst, und dann gerade noch zu mir! Steine sind eigentlich ständig in meinem Blickfeld; gelegentlich schaue ich auch die paar verschwommenen Fotos wieder an, die ich 2017 von einigen deiner Suiseki-Raritäten gemacht habe. Mit von der Partie waren damals Uwe Goepel und Liliane Gut. Uwe ist ein SEHR passionierter Stein-Suchender, der das Ganze aber amateurhaft betreibt. Als wir dann aber in deiner Wohnung die unglaubliche Vielfalt an Farben, Gestalten, Oberflächen deiner Steine gesehen hatten, war er ganz besonders tief berührt!

Zu deiner Frage: Ja, ich befasse mich weiterhin mit den Steinen, jedoch habe ich mich bisher selten in Bachbette begeben, um sie zu suchen. Aber auf mein Trekking in Tibet und Nepal und auf meinen Wanderungen auf dem Jakobsweg habe ich eigentlich dauernd die Pfade nach besonderen Steinen abgesucht. Aber: Ich kann nicht sagen, dass sie mir "viel Tiefgründiges mitteilen": Ich finde sie besonders oder schön, und nichts weiter. Jedoch Uwe, der empfindet solche Begegnungen mit Steinen sehr berührend und auch erfüllend.

Mein bisher grösster Fund: Vor ein paar Jahren erblickte ich auf der Eingangstreppe zum Bauernhas eines Freundes von mir einen ganz besonderen Stein. Ich fragte meinen Freund, ob er sich bewusst sei, dass er da einen grossen Schatz habe. "Ach DER!? - den werfen wir sowieso bald beim Zügeln weg - und ich durfte den lehmbraunen Stein abtransportieren. Später – beim tessinischen Bonsai-Meister, zeigte ich meinen "Fund": da zog er sich wortlos den Overall über, setzte die Schutzbrille auf, steckte eine Stahlbürste in die Bohrmaschine ein und begann, den gesamten Lehmüberzug, den ich für Fels gehalten hatte, abzuschleifen. Und es entstand ein wunderbar eleganter Suiseki vom Typ "entfernt liegender Berg"



Die Frage von Rolf an Uschi Büchi.:

"Vor allem durch deine Bäume bin ich auf Azaleen-Bonsai gekommen. Hat diese Vorliebe etwas mit den weichen Formen der Büsis zu tun, die du ebenfalls mit Hingabe pflegst? Oder hat dir dein Mann Bruno diesen "Floh" ins Ohr gesetzt?"

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